Die Synagoge von Austerlitz aus dem Jahre 1858 steht an der Stelle einer früheren, aus dem Mittelalter stammenden Synagoge. Zu gottesdienstlichen Zwecken diente sie bis zum 2. Weltkrieg. Heute wird sie vom Staatsarchiv Vyškov als Forschungsstelle und Depositorium ausgenützt. Eine kleine Museumsexposition ist der Geschichte und den Denkmälern der hiesigen jüdischen Gemeinde gewidmet. Im Mai 1998 wurde die renovierte Synagoge feierlich eröffnet, und an der Vorderseite wurde eine Gedenktafel für die Holocaust-Opfer aus Austerlitz und Umgebung enthüllt. Ein absolutes Unikum sind die erhaltengebliebenen Pergamentrollen der Thora, welche den Holocaust überstanden. Vom ursprünglichen Judenviertel blieben nur einige Häuser erhalten. Der alte Judenfriedhof liegt nördlich von Austerlitz unter der St.-Urban-Kapelle.



